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Eero Aarnio

Eero Aarnio

Foto: Eero Aarnio Archives

Zeitlos schön: In Sachen Design haben die Skandinavier seit jeher die Nase vorn. Von Leuchten bis zu Möbeln - viele Entwürfe waren vom ersten Tag an Klassiker, und sie werden es immer bleiben. Forever young, sozusagen. In unserer neuen Serie stelle ich Euch die bekanntesten Designer aus dem Norden und ihre Arbeiten vor. Angefangen von der skandinavischen Moderne in den späten 20er und 30er Jahren bis heute.


Foto: Eero Aarnio Archives

"Man muss an seine Ideen glauben und sich einfach was trauen." Eero Aarnio

Kein Designer steht so sehr für Pop und Swinging Sixties wie Eero Aarnio. Der Finne setzte als einer der ersten Kunststoffe bei seinen Entwürfen ein und revolutionierte damit die Möbelwelt.

Eero Aarnio wurde am 21. Juli 1932 in Helsinki geboren. Von 1954 bis 1957 studierte er am Institut für Industriedesign in Helsinki. Die ersten Entwürfe des Designers standen noch unter dem Einfluss der skandinavischen Tradition. Gerade Linien, viel Holz, schlichte Formen kennzeichneten die Möbel, die er am Anfang seiner Laufbahn für die Firma Asko gestaltete.

Doch das wurde Aarnio bald zu eintönig. Er wollte viel mehr ausprobieren und entschloss sich, 1962 sein eigenes Designbüro zu gründen. Sofort begann er, mit Plastik, Knallfarben und organischen Formen zu experimentieren und setzte damit etwas ganz Neues in Gang.


Foto: Connox

Der Kugelsessel

Seine erste Designikone entstand 1963: der Kugelsessel, auch Ball oder Globe Chair genannt. Aarnio entwarf ihn für seine eigene Wohnung. „Wir hatten ein Heim, aber keine wirklich guten großen Sessel. Also habe ich mich entschieden, selbst einen zu entwerfen - einen wirklich neuen Sessel“, erinnert sich Aarnio. Seine ganze Familie sollte darin Platz finden. Eerio mit seiner Frau Pirkko und ihren beiden Kindern Marja-Leena und Rea.


Foto: Eero Aarnio Archives

Sensation auf der Möbelmesse 1966

Er entschied sich für etwas Revolutionäres, nämlich einen Sessel ohne Ecken und Kanten in Kugelform zu kreieren. Während des Entstehungsprozesses heftete er diesen maßstabsgetreu an die Wand, „setzte“ sich hinein, um die optimale Kopffreiheit zu bestimmen. „Nachdem ich mich für die Kugelform entschieden hatte, waren die restlichen Linien ganz leicht zu entwickeln. Ich musste lediglich bedenken, dass der Sessel durch eine Türöffnung passen musste.“

Den Prototypen formte der Finne aus Sperrholz, das er mit vielen Schichten nassem Papier und Fiberglas beklebte. Die Innenseite polsterte er aus und montierte noch einen Fuß. Zunächst glaubte in Finnland niemand an den Erfolg dieser futuristischen Form. Doch dann war der Sessel 1966 die Sensation auf der Internationalen Möbelmesse in Köln. Alle Ausstellungsmodelle gingen nach Italien, und Bestellungen aus 30 Ländern lagen vor. Für Eero Aarnio war es der Durchbruch.

"Erstaunlich, wie bequem man in einer solchen glänzenden, überdimensionalen Süßigkeit sitzt."

Foto: Eero Aarnio Archives



Foto: www.connox.de

Der Pastil Chair

Die Idee zu seinem zweiten Erfolgsprodukt kam Eero Aarnio, als er seinen Ball Chair betrachtete. „Ich dachte, es gibt eine Menge gedämpften Raum um die Innenwelt des Kugelsessels herum.“ Der neue runde Sessel namens Pastil oder Pastille, den er 1967 entwarf, passte exakt von den Maßen in die Öffnung des Ball Chairs, was praktisch zum Versenden in alle Welt war.

„Es ist erstaunlich, wie bequem man in einer solchen glänzenden, überdimensionalen Süßigkeit sitzt“, so Aarnio. Pastille, was auf finnisch Lutschbonbon heißt, garantiert jede Menge Spaß und alle Freiheiten. Man kann sich damit drehen und schaukeln, im Sommer sogar übers Wasser schippern und im Winter die verschneiten Hügel runterrutschen.


Foto: Eero Aarnio Archives, Connox

Der Bubble Chair

1968 entwickelte das finnische Designwunder seinen Ball Chair weiter - und zwar in einer transparenten Version aus Acryl. Da Aarnio keine optisch ansprechende Art fand, einen durchsichtigen Fuß zu integrieren, versah er den Hängesessel Bubble einfach mit einer Aufhängung.

Ob Science-Fiction-Filme, Agententhriller oder internationale Modemagazine - Filmemacher und Fotografen liebten sowohl den Bubble als auch den Ball Chair vom ersten Tag an. Sie setzten ihre Stars darin in Szene. Eero Aarnios Möbel sind eben cool und dazu auch noch herrlich gemütlich. Perfekt zum Abhängen.


Foto: www.connox.de

Einfach mal abhängen


Foto: Eero Aarnio Archives


Foto: Eero Aarnio Archives

Der Pony Chair

„Ein Stuhl ist ein Stuhl, ist ein Stuhl, ist ein Stuhl… aber ein Sitz muss nicht notwendigerweise ein Stuhl sein“, sagte Eero Aarnio einmal. Es könne alles mögliche sein, so lange er ergonomisch korrekt sei. Und so schuf der nordische Möbeldesigner 1973 den Pony Chair. Das ist ein kleines weiches Pony, das oft als der niedlichste Stuhl der Welt bezeichnet wird. Die außergewöhnliche und bequeme Sitzgelegenheit wirkt wie ein riesiges Kinderspielzeug. Die Proportionen sind aber für Erwachsene ausgelegt. Aarnio: „Wir sind doch alle große Kinder.“ Der Pony-Chair ist aus Formschaumstoff.


Foto: Eero Aarnio Archives

Finnischer Wunder-Designer

Eero Aarnio hatte in seinem Leben viele gute Ideen. Er entwarf Lampen, Hocker, Stühle und Tische aus Kunststoff. Für Alessi hat er eine Gießkanne und Zitronenpresse gestaltet. Und jetzt im Alter entwirft er Kindermöbel, die so lustig und bunt sind wie das Bälle-Bad bei Ikea. In diesem Jahr feiert Eero Aarnio seinen 87. Geburtstag. Er wohnt mit seiner Frau an einem See 30 Kilometer nordwestlich von Helsinki. Seine Entwürfe werden in zahlreichen Museen und Ausstellungen präsentiert, unter anderem im MoMa in New York.


Foto: Eero Aarnio Archives, Connox

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