Kay Bojesen

Kay Bojesen

Generationen von Kindern und Junggebliebenen haben die Entwürfe von Kay Bojesen ins Herz geschlossen. Der dänische Designer hat Holzspielzeug entworfen. Die berühmteste seiner Figuren ist wohl der lebensfrohe Affe, der weltweit für Begeisterung sorgte und als Inbegriff für dänisches Design gilt. Bojesens Werk beinhaltet aber nicht nur Holztiere, sondern auch Besteck und Geschirr.

Ausbildung zum Silberschmied

Kay Bojesen wurde am 15. August 1886 in Kopenhagen geboren. Sein Vater war der Direktor eines Verlag, seine Mutter Künstlerin. Bojesen machte eine kunsthandwerkliche Ausbildung. Er wurde bei Georg Jensen zum Silberschmied ausgebildet. Danach lernte er an der Berufsschule für Edelmetall in Schwäbisch Gmünd und zog von dort nach Paris, wo er eine zeitlang als Silberschmied arbeitete.

Hochzeit mit Fru Drøge-Mølle

1918 hielt der Däne um die Hand von Erna Pethrine Drøge-Møller an. „Jeg er begejstret for Deres krop, frøken Drøge-Møller, vil De gifte dem med mig...?“, soll er gesagt haben. Auf deutsch: „Ich bin begeistert von Ihrem Körper, Frau Drøge-Møller, wollen Sie diesen mit mir verheiraten.“ Der Mann hatte wohl Humor. Noch im Hochzeitsjahr erblickte Sohn Otto das Licht der Welt.

Laden in der Bredgade

In den 1930er Jahren entdeckte Bojesen seine Leidenschaft für Holz. 1932 eröffnete er in der Kopenhagener Bredgade 47 einen eigenen Laden mit angrenzendem Studio, wo er in den folgenden Jahrzehnten seine Designs kreierte und verkaufte.
Anfang 1930 schuf er sein erstes Holzspielzeug: das Pferd. Es folgten die Rassel (1932), Dackel Pind (1934), Zebra, Nilpferd, Bär, Elefant und noch viele Lieblingstiere mehr.


Garde für König Christian X.

Als König Christian X. 1940 seinen 70. Geburtstag feierte, hatte Kay Bojesen eine besondere Überraschung vorbereitet. Er kreierte eine Leibgarde aus Holz, vier stattliche mehr als ein Meter große Gardisten, die er vor seinem Geschäft in der Bredgade zu Ehren des Königs aufstellte. Als Christian X. vorbeiritt, erfreute er sich an den Gardisten in Galakleidung, die ihn grüßten. 1942 begann Bojesen, mit den Gardisten in Produktion zu gehen.

Weihnachtsmann und Singvögel

Inspiriert vom Erfolg der Leibgarde schuf der Designer 1948 den Weihnachtsmann aus Holz. Diesen verschenkte er großzügig an Kinder und Kunden.
In den 1950er schuf Kay Bojesen Singvögel, ging damit aber nie in Produktion. Erst 2012 gingen sie auf der Basis alter Familienfotoalben in Serie.

Der lebensfrohe Affe

Der fröhliche Affe wurde 1951 erschaffen. Man schaut den süßen Kerl an und muss unweigerlich lachen. Der Affe ist der lebende Beweis für Kay Bojesens Ideal, dass die Linien eines Produkts lächeln müssen. Das gilt übrigens für alle Figuren des Künstlers. Ob es der Bär ist oder der Elefant - die kleinen Tierchen haben erstaunlich viel Persönlichkeit. Die Holzfiguren von Bojesen sind heute wie damals einfach bezaubernd und sorgen für gute Laune.

Rosendahl stellt die Spielzeugtiere her

Kay Bojesen starb am 28. August 1958 im Alter von 72 Jahren. Seine Witwe Erna führte das Unternehmen bis zu ihrem Tod 1986 weiter. Das Spielzeug wird heute von der dänischen Firma Rosendahl produziert.


Fotos: Kay Bojesen / Rosendahl

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