Weihnachtsinspiration

Weihnachtsinspiration

Bis auf den Fakt, dass ich mir jetzt schon Gedanken um Geschenke für die Kinder mache, habe ich noch keine Weihnachtsstimmung in mir. Wie ich schreibe ist es draußen neblig und nasskalt. Vielleicht scheint ja die Sonne wenn du das hier liest und kannst das Wetter draußen genießen. Eigentlich kann man das ja immer. Schließlich gibt es bekanntermaßen ja kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Dennoch, trotz Hausmops, der einen vor die Türe zwingt, zieht es mich eher wieder nach drinnen. Die Augen fixieren schon wieder das Kalenderblatt und der Kopf assoziiert dazu automatisch Adam Riese und die verbleibende Zeit bis weihnachten.

Eigentlich liebe ich weihnachten. Nicht nur wegen den verrückten Dänen, bei denen Weihnachten ja schon manchmal im Juli losgeht. Warum? Ganz einfach. Weihnachten auf dänische heißt “jul”. Somit ist der “Juli” automatisch der “Weihnachtsmonat”. Und es gibt sie tatsächlich, die kleinen Läden in denen das ganze Jahr Weihnachtslieder gespielt werden und bunte Glaskugeln von der Decke hängen. Die “Nisser” also die Weihnachtswichtel einem entgegenlachen und Nussknacker spalier stehen - im Sommer. Bei 24 Grad im Schatten. Naja ok. Es gibt ja auch Länder, in denen man eine Palme schmückt und in kurzen Hosen Bescherung feiert.

Dennoch. Ich frage mich was es braucht um in Weihnachtsstimmung zu kommen. Was inspiriert einen? Nun entdecke ich das “Nissepar”, die beiden Weihnachtswichtel, die ich bekommen habe und denke es wäre ein Anfang sie ins Büro zu setzen. Eine grüne kunstvoll gemachte Tannenbaumkerze ist auch dabei. Ich denke, ich nenne sie Heike und Fridolin.

Sie haben grüne Hosen und an und grüne Mützen auf. Das ist schon ein netter Farbton hier in meinem noch tristen Büro. Farbe inspiriert, heißt es. Und grün hat ja sowas entspannendes. Es ist nett anzusehen, hier drinnen. Besonders wenn ich nach draußen spähe und die kahlen Bäume betrachte. Es hat was wohliges. Etwas warmes. Da muss ich doch gleich an unseren Kamin denken. Wie sehr ich sein Feuer genieße wenn ich es mir mit einer Tasse heißen Gløgg am Fenster gemütlich mache. Das entschleunigt so. Wenn ich doch schon Kekse gebacken hätte. Aber vorm Ersten Advent mache ich das eher selten. Weil ich nicht dazu komme. Bilde ich es mir ein, oder hat man ab dem Ersten Advent plötzlich Zeit für den ganzen Weihnachtskram? Wenn ich so darüber nachdenke, ist es als würde man gepackt werden, von der inneren Uhr die auf weihnachten zutickt.

Ich bekomme lust auf Kekse backen. Am Wochenende ist backen angesagt. Definitiv! Und den Kindern macht es auch spass. Somit kann ich das Wischen abhaken und auf nächste Woche verschieben. Vielleicht können wir ja auch mal einen Adventskalender basteln. Nicht immer nur kaufen. Ich habe neulich im Supermarkt Mini-Wäscheklammern gesehen mit Zahlen darauf. Eine Zahl für jede Kleinigkeit. Ein Naschi oder eine Packung Taschentücher oder ein Pixi-Buch. Und die hängen wir dann an einer Strippe in der Küche auf. Das ist doch eine Idee. Und nebenbei: Kekse backen. Zimtsterne und Haselnussmakronen. Butterplätzchen und Hildabrötchen. Die Kinder möchten bestimmt “die Weihnachtsbäckerei” hören. Na klar, ohne geht gar nicht. Abends machen wir Gløgg und zünden im Garten die Feuertonne an. Vielleicht halten die Kinder noch ein paar Marshmallows darüber und genießen sie mit heißem Kakao oder Apfelpunsch. In irgendeinem Magazin habe ich auch was über Eierpunsch gelesen. Das hat sich auch sehr lecker angehört.

Vielleicht kramen wir dann noch die Lichter aus dem Keller. Wir haben ein paar Sterne für die Fenster. Und aus den alten Christbaumkugeln könnte man mit Hilfe der Heißklebepistole noch einen schönen Türkranz zaubern.

      

Die Stuhlhussen liegen da bestimmt auch noch rum. Und wenn man schon dabei ist, kann man auch gleich nach den Stumpenkerzen aus dem letzten Jahr ausschau halten. Dann kann man den Adventskranz auch gleich dekorieren. Also ab in den Wald und Bucheckern, Eicheln, Nüsse und Moos sammeln. Hier noch eine schicke Vase, dort noch einen Kerzenhalter, und schwupps ist an einem Wochenende alles erledigt. Zumindest bis die ersten Kekse aufgegessen sind. Aber plötzlich ist das Haus erfüllt von Farbe und Licht. Von Wärme und einem leisen summen, das von einem selbst ausgeht. Man denkt plötzlich an den Baum der noch kommen und geschmückt werden soll. An die Menschen, mit denen man Weihnachten beisammen ist und wie der Tisch aussehen könnte, an dem man gemeinsam sitzt. Welche Lieder gesungen und welche spiele gespielt werden. Eine heimliche Vorfreude ergreift einen und erfüllt einen mit neuer Energie. Das hoffen auf weiße Weihnacht wird wieder größer und die Erinnerung vom Geruch von Weihnachten kehrt in das Bewusstsein zurück und lässt einen lächeln und fröhlich seufzen. Es hat schon seine Berechtigung das Fest der Sinne zu sein.

Damit der Duft der Vorfreude bei euch einkehrt und weiter inspiriert habe ich hier mein Gløgg-Rezept. Und wer weiß? Vielleicht sehen wir uns ja in Berlin zur Weihnachtsfeier.

   

Man nehme ein Schraubglas (kleines Marmeladenglas) und gebe einen Teelöffel zerstoßene Kardamom-Kapseln hinein. Danach breche man ca. 3-5 (10 Gramm) Zimtstangen in kleine Stückchen und füge diese hinzu. Nun wird das Glas mit „Brøndums Snaps“ aufgefüllt und 24 Stunden vergessen. (Alternativ funktioniert auch Wodka oder Korn, so an die 40 Umdrehungen sollte der Klare haben) Dann entweder durch einen Kaffeefilter oder mit Küchenrolle ausgelegtem Haarsieb den Inhalt des Glases abseihen.

   

   

Ziehzeit 24 Stunden. Dauer bis zum Endprodukt ca. 10 Minuten

Hier nochmal die Einkaufsliste:

  

1 Flasche Rotwein

100 - 150 ml Brøndums snaps oder einen klaren mit ca. 40%

10 g Zimtstangen

20 Nelken

1 Stück Inter

1 TL Kardamom-Kapseln

1/2 Schale einer Pomeranze, oder Orange o.ä.

300 g Zucker

1 TL Vanillezucker

1 Handvoll Mandeln, geschält

1 Handvoll Rosinen

   

Ganz viel Gløgg

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